Wissens- und Innovationsvorsprünge, sowie ein effizienter Umgang mit Wissen sind heute die entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus ist die systematische Darstellung der unternehmensspezifischen Kernkompetenzen und Arbeitsstrukturen gegenüber Kunden und Kapitalgebern zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Übliche Bilanzen und Controllinginstrumente reichen hierzu nicht aus, da das intellektuelle Kapital, wie beispielsweise spezielles Know-How und gute Geschäftsbeziehungen, in ihnen meist unberücksichtigt bleibt. Die Wissensbilanz stellt eine Möglichkeit dar, diese immateriellen Ressourcen transparent zu machen und so die “weichen” Erfolgsfaktoren zu bewerten und zu managen.

Dies war der Ausgangspunkt für das Bundesministerium für Wirtschaft im Jahr 2004, sich dem Thema Wissensbilanzierung anzunehmen und den Arbeitskreis Wissensbilanz zu beauftragen, ein bundesweites Pilotprojekt zu initiieren. Ziel des Projekts war es, die bestehenden internationalen Erfahrungen für die deutschen kleineren und mittleren Unternehmen anwendbar zu machen. Denn gerade der Standort Deutschland ist auf die effiziente Nutzung seines Wissenskapital (eng. Intellectual Capital) und das Ausschöpfen seiner Innovationspotenziale angewiesen, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Damit war auch der Titel des Projekts geboren: “Wissensbilanz – Made in Germany”.