Gerade im Krankenhausbereich hat der ZFI vier entscheidende Vorteile, die ihn als Instrument zur Unternehmensentwicklung prädestinieren:

  1. Zunächst sind die klassischen Führungsinstrumente im Krankenhaus typischerweise top down angesetzt. Dies kommt teilweise noch geltendem klassischem Hierarchieverständnis entgegen, teilweise ist es Ausdruck gering entwickelten Teamempfindens in großen Unternehmen, mit nicht selten mehreren hundert bis tausend Mitarbeitern. Hier haben in den letzten Jahren weder Leitbildentwicklungen noch Mitarbeiterbefragungen oder QM-Prozesse etwas durchgreifend verändert. Die Erhebung des ZFI beteiligt Mitarbeiter aller Berufsgruppen und „Hierarchiestufen“. Durch diesen klassischen „Bottom-up“-Prozess werden einerseits die Mitarbeiter eingebunden, und können ihre Sichtweise einbringen. Zum anderen lernt erst dadurch die Führungsebene Werte und Potentiale der Mitarbeiter kennen, und erhält wichtige Rückmeldungen für die Führungsarbeit.
  2. Ein weiterer Grund für die besondere Eignung als Führungsinstrument ist die umfassende Abbildung, sowohl der relevanten materiellen  als auch der immateriellen Werte der Einrichtung. Die Führungsebene, aber auch alle Mitarbeiter können gleichermaßen sowohl die Stärken als auch die Verbesserungsmöglichkeiten visualisiert und nachvollziehbar erkennen. Diese Transparenz –die natürlich auch für sensible Daten modifiziert werden kann- erlaubt eine zeitgemäße Mitarbeiterführung und erleichtert erheblich die Akzeptanz und Umsetzung von Prozessverbesserungen. Durch die umfassende Betrachtungsweise wird die Führungsebene zum unstrittigen Experten mit einem fundierten Wissen über den eigenen Verantwortungsbereich, gerade auch gegenüber einem Träger oder Aufsichtsrat.
  3. Ein dritter Grund für die Eignung des ZFI als Instrument zur Unternehmensentwicklung im Krankenhausbereich ist die  Möglichkeit, nach einer anfänglich notwendigen externen Moderation, im Weiteren Entwicklungsprozess die Erhebung und Bewertung der materiellen und immateriellen Werte  selbständig, Bereich und Indikation bezogen durchführen zu können. Dies macht die Führungsebene weitgehend unabhängig von externer Beratung, ohne Einbußen in der Validität der erhobenen Daten und Erkenntnisse. Es ist allerdings zu empfehlen, in sensiblen Feldern zumindest eine unabhängige, nicht aus dem Bereich stammende, neutrale Moderation auch weiterhin sicherzustellen.
  4. Vierter Grund für die Eignung ist die quantifizierte Bewertung der Ergebnisse. Erst diese Quantifizierbarkeit ermöglicht eine echte Entwicklung, mit Darstellung der Ausgangssituation und der Veränderungen im Verlauf der Entwicklungsarbeit. Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass im weitverzweigten „System Krankenhaus“, mit einer Vielzahl an Berufsgruppen und Prozessen, die reine Arbeit mit spezifischen Kennzahlen oft keine umfassende Bewertung des Erfolges zulässt. Der ZFI beinhaltet ein transparentes und nachvollziehbares Kennzahlengebäude, das eine Zukunftsperspektive erst ermöglicht…”