Damit Unternehmen auch in einem von Fachkräftemangel geprägten Umfeld genügend ausgebildete Fach- und Führungskräfte zur Auswahl haben, sollten sie alle eingesetzten Instrumente und Maßnahmen des Personalmarketings miteinander verzahnen. Diese Verzahnung muss mit einer Strategie einhergehen, die in die interne Prozesskette eingebettet ist. Die internen Instrumente und Maßnahmen zur Senkung der eigenen Mitarbeiterfluktuation und die zur externen Personalgewinnung verwendeten Instrumente und Maßnahmen sollten inhaltlich aufeinander abgestimmt sein.

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Meist wurde in der Vergangenheit vom Personalmanagement nicht auf diesen Sachverhalt geachtet. Es blieb zudem unberücksichtigt, ob die externen Maßnahmen auch zur internen Personalbindung beitragen.

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Firmen, die sich mit der Thematik „Personalmarketing“ befassen, sollten überprüfen, welche Instrumente für das interne- und externe Personalmarketing , sowie für die Kombination beider Dimensionen verwendet werden können. Es muss ermittelt werden, welche Instrumente derzeitig zum Einsatz kommen, um internes Personal zu binden, sowie externes Personal anzusprechen und schließlich zu gewinnen.

 

Damit sich Unternehmen am Markt besser positionieren können als andere Marktteilnehmer, sollten sie immer die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der vorhanden und zukünftigen  Mitarbeiter berücksichtigen und die daraus abgeleiteten Maßnahmen entsprechend individuell gestalten.

Mit dem Instrument der Wissensbilanz für das Personalmarketing können derartige Informationen ermittelt werden. Es ist als Strukturmodell aufgebaut. Die folgende Abbildung zeigt auf, wie mit diesem Instrument ein Unternehmen betrachtet wird.

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Das Unternehmen wird als ein Gebilde verstanden, in dem soziale Strukturen vorherrschen und Geschäftsprozesse ablaufen. Die Ergebnisse, die produziert werden, beeinflussen wiederum das ganze Gebilde der Unternehmung, einschließlich seines Geschäftsumfeldes. Sämtliche Analysen orientieren sich an der Vision und der Strategie der Unternehmung, an der strategischen Ausrichtung des Personalmarketings und an den Wünschen und Bedürfnissen der potentiellen Mitarbeiter, die sich aus dem Geschäftsumfeld ergeben. Selbständig erarbeiten die beteiligten Mitarbeiter während einer Wissensbilanzierung Maßnahmen, wie sie sich im Kontext zu ihrem immateriellen Kapital aufstellen möchten. Die Analyse der Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Arten des immateriellen  Kapitals zeigt ein Ranking der verschiedenen immateriellen Faktoren für das Unternehmen auf, sowie deren Ausprägungen aufgrund ihrer Stärken und Schwächen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren des immateriellen Kapitals führt in der Kombination mit den Geschäftsprozessen „Personalbindung“ und „Personalgewinnung“ zu einer abgestimmten internen und externen verzahnten Personalmarketingstrategie, die wiederum  zum Geschäftserfolg führt. Die Betrachtung dieses Zusammenspiels kann zur Anpassung unternehmensbezogener Variablen sowie zu einer Veränderung der Vision und der strategischen Ausrichtung des Personalmarketings für das Unternehmen führen.

Eine Präsentation zu dieser Thematik finden Sie hier.

Ein ausführliches Handout zu dieser Thematik finden Sie hier.